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Essay Neostory

Die Misstrauensgemeinschaften von Treptow (4): Kosmopolitisierung, Superdiversität und Autokratisierung in Berlin

Worum geht es am 9. Mai in Treptow heute, nachdem das von den Erbauern konzeptualisierte Narrativ einer kommunistischen, säkularen Ewigkeit obsolet geworden ist? Die Einschätzungen gehen stark auseinander: Die einen meinen, dass es sich um ein „russisches Volksfest“ handelt, während die nächsten finden, es gehe in erster Linie um eine russische Propagandaschlacht. Wie ich in den folgenden Absätzen zuerst am Beispiel des quasi-religiösen Zeremoniells und einer Neuauflage der sowjetischen Idee heldenhafter Unsterblichkeit zeige, spielen bei den Festteilnehmern symbolische Kontinuitäten ebenso eine Rolle wie neu verbastelte Versatzstücke und Praktiken aus dem Spektrum der Religion. Die Frage, worum es hier neben dem Aussähen und Einhegen von Misstrauen eigentlich geht, so meine Behauptung, lässt sich durch die Heterogenität der Assemblage gar nicht eindeutig beantworten, weil ganz offenkundig völlig unterschiedliche Anliegen und Interessen die unterschiedlichen Teilnehmer zum Treptower Ehrenmal führen.WeiterlesenDie Misstrauensgemeinschaften von Treptow (4): Kosmopolitisierung, Superdiversität und Autokratisierung in Berlin

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Essay Neostory

Die Misstrauensgemeinschaften von Treptow (3): Die zentrale Dramaturgie der Verdrängung des Todes

Meistens bietet sich die Treptower Anlage den versprenkelten Besuchern als gepflegter, sauberer Ort dar. Das Ehrenmal strahlt durch seine imposante Architektur, die heroische Symbolik und die lebendige Vegetationsmetaphorik zu jeder Jahreszeit eine monumentale Ruhe aus. Irritierend wirkt auf viele Besucher die mindestens sechzehnfache, unkommentierte Verbrämung Josef Stalins in kyrillischer und lateinischer Goldschrift auf jedem einzelnen der narrativ bebilderten Steinsarkophage. »So sehen wir uns heute mit dem einzigartigen Umstand konfrontiert, mitten in Berlin einem stalinistisch geprägten Gesamtkunstwerk in Reinform gegenüberzustehen.« (Peter Fibich)WeiterlesenDie Misstrauensgemeinschaften von Treptow (3): Die zentrale Dramaturgie der Verdrängung des Todes

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Essay Neostory

Die Misstrauensgemeinschaften von Treptow (2): Zwischen alten und neuen Kriegen

Der historischen Schlacht um Berlin und der Kapitulation der Deutschen Wehrmacht in den späten Abendstunden des 8. Mai 1945 zu gedenken zieht im Berliner Gefüge weitere Systemfragen nach sich. Diese hängen eng mit der deutschen Teilung 1945-1990 und der Wiedervereinigung der beiden Deutschlands und Berliner Stadthälften zusammen, was sich auch an der großen Bedeutung des Treptower Ehrenmals im Vergleich zu den anderen beiden Ehrenmalen der Stadt ablesen lässt. Seit Eröffnung des im sowjetischen Sektor gelegenen Ehrenmals am 9. Mai 1949 fanden in Treptow Gedenkzeremonien der Sowjets und der DDR statt. Das zuerst entstandene Denkmal in Tiergarten verlor durch die Teilung der Stadt an Bedeutung, weil während des Kalten Krieges Bürger aus Ostberlin sowie die meisten Sowjetbürger nur in Ausnahmefällen nach Westberlin reisen durften.WeiterlesenDie Misstrauensgemeinschaften von Treptow (2): Zwischen alten und neuen Kriegen

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Essay Neostory

Die Misstrauensgemeinschaften von Treptow (1): Eine kosmopolitisierte Assemblage im superdiversen Berlin

Fehlendes Vertrauen kann in Gestalt organisierter Misstrauensgemeinschaften durchaus manifest und sichtbar werden. Ein Paradebeispiel dafür ist die alljährliche Gedenkveranstaltung zum 9. Mai in Berlin-Treptow am Sowjetischen Ehrenmal. Wie in Moskau und anderen postsowjetischen Städten wird an diesem Tag in Treptow der extrem verlustreiche Sieg der Roten Armee in der Schlacht um Berlin über Nazideutschland, die bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht in Berlin-Karlshorst und das Ende des 2. Weltkriegs auf europäischem Boden gefeiert. Zu den Feierlichkeiten erschienen auch in diesem Jahr hier wie an den anderen Ehrenmälern der Stadt Vertreter des offiziellen Russlands, der Botschaften anderer GUS-Staaten und eine breite Palette von individuellen, familiären und politisch organisierten Gruppen, einander teils offen verfeindet. Diese widersprüchliche Mischung aus Mensch und Ort steht in diesem Essay im Mittelpunkt.WeiterlesenDie Misstrauensgemeinschaften von Treptow (1): Eine kosmopolitisierte Assemblage im superdiversen Berlin

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Buchtipp Neomotion

Aladin El-Mafaalani: Misstrauensgemeinschaften

Misstrauensgemeinschaften ist ein Begriff, den der Soziologe Aladin El-Mafaalani jüngst geprägt hat. Besonders hochkomplexe Gesellschaften sind auf eine großes Maß von Vertrauen angewiesen, während dieses immer stärker vom Misstrauen verdrängt wird. Zunehmende Kontrollmaßnahmen können Vertrauen funktional nicht ersetzen, wie in einem Umkehrschluss zum Lenin zugeschriebenen Satz „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“. Eher verstärken sie das Misstrauen, dessen Zunahme insgesamt immer wahrscheinlicher werde. Neu an der aktuellen Misstrauenskonjunktur ist, dass sich unter den Misstrauischen Misstrauensgemeinschaften bilden, die durch den Wegfall alter Gatekeeper ein erhöhtes Gefühl von Selbstwirksamkeit spüren. Um diese problematische Entwicklung für demokratische Gemeinwesen geht es in El-Mafaalanis neuem Buch.WeiterlesenAladin El-Mafaalani: Misstrauensgemeinschaften

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Neopolis

Zur Schließung der Bilgi Universität Istanbul

Das hier ist ein adhoc-Kommentar zu einer Nachricht, die gerade wie ein lauter Aufschrei durch meine Social Media Feeds geht: Die Istanbuler Bilgi Universität wird (oder ist wohl schon) geschlossen – einfach so, von jetzt auf dann, weil es Präsident Erdoğan so beschlossen hat. Ich fühle mich verpflichtet, dagegen zu protestieren, denn ich habe der…WeiterlesenZur Schließung der Bilgi Universität Istanbul

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Essay Neopolis

Lynn Margulis: Der symbiotische Planet

»Wir Menschen gleichen unseren Mitbewohnern auf der Erde. Wir können der Natur kein Ende setzen, sondern nur zu einer Bedrohung für uns selbst werden. Die Vorstellung, wir könnten alles Leben zerstören, einschließlich der Bakterien, die in den Wassertanks von Kernkraftwerken oder in siedend heißen Quellen gedeihen, ist lächerlich.« Dieses Zitat stammt von Lynn Margulis, der 2011 verstorbenen Evolutionsbiologin, die durch ihr lebenslanges Studium von Bakterien eine wissenschaftliche Revolution bewirkt hat. Man könnte auch sagen: Diese allerkleinsten Lebewesen haben durch Margulis‘ Vermittlung unser Denken und Wissen über Evolution grundlegend verändert. Um Lynn Margulis geht es in dieser essayistischen Rezension ihres Buches »Der symbiotische Planet – oder wie die Evolution wirklich verlief«, das auch ein wissenschaftliches Plädoyer für die Gaia-Hypothese ist.WeiterlesenLynn Margulis: Der symbiotische Planet

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Buchtipp Neopolis

Donna Haraway: Unruhig bleiben. Die Verwandtschaft der Arten im Chthuluzän

Der Begriff Anthropozän navigiert seit der Jahrtausendwende durch die Öffentlichkeit, ausgehend von der Geologie und benachbarten Gefilden des Wissenschaftsdiskurses. Inzwischen hat das Anthropozän weite Verbreitung gefunden. Überall bietet es sich an, als neuer Epochenbegriff endlich alles erfassen zu können, was mit dem menschengemachten Klimawandel zu tun hat. Doch begrifflich bleibt es umstritten. Interdisziplinäre Wissenschaftler:innen begegnen dem Anthropozän mit Skepsis, gar Ablehnung: Wieder einmal wird der namensgebende Mensch (anthropos) zu stark ins Zentrum von Terra gerückt, so die Kritik. Wer diese gut nachvollziehbaren Einwände besser verstehen will und neugierig auf alternative Vorschläge ist, findet in Donna Haraways Buch »Unruhig bleiben: Die Verwandtschaft der Arten im Chthuluzän« eine unverzichtbare, aber auch stark befrachtete Orientierungshilfe.WeiterlesenDonna Haraway: Unruhig bleiben. Die Verwandtschaft der Arten im Chthuluzän

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Essay Neopolis

Die zwei Leben des Anthropozäns (1)

Das Kofferwort Anthropozän taucht immer wieder auf, wenn es um den besorgniserregenden Zustand des Planeten Erde als Ergebnis menschlichen Handelns geht: Klimawandel, Wasserbankrott, Artensterben, eine Kaskade von Umweltkatastrophen, aktuelle und drohende Klimakriege. Die Meinungen über den Begriff sind indes geteilt. Wie der Historiker Dipesh Chakrabarty resümiert, hat der Begriff Anthropozän „zwei Leben“: eines in den Erdsystemwissenschaften, ein anderes in den Sozialwissenschaften. Im ersten Teil dieser Diskursübersicht geht es um die Geowissenschaften, wo der Begriff zuletzt 2024 keinen Konsens fand – ohne die Argumente an sich zu diskreditieren. WeiterlesenDie zwei Leben des Anthropozäns (1)

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Kommentar Neostory

Halabja 1988 und ein deutscher Hip Hop Song von 1997

Wo liegen Sinn und Potenziale – und wo Grenzen und Fallstricke von Popkultur und Social Media als Vehikel für Public History? Ähnliche Fragen habe ich mir am Beispiel des Srebrenica-Genozids und des Genres Film schon öfter gestellt. Heute, am Jahrestag des genozidalen Massakers von Halabja 1988, habe ich mich wieder an einen Hip-Hop-Song der Band Freundeskreis aus dem Jahr 1997 erinnert: »Leg dein Ohr auf die Schiene der Geschichte«. Ich hatte damals kaum Wissen über Kurdistan, hörte aber Freundeskreis rauf und runter. Die Band hat es geschafft, dass ich mich fragte, was deutsches Giftgas mit Halabja zu tun hatte.WeiterlesenHalabja 1988 und ein deutscher Hip Hop Song von 1997

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Essay Neopolis

Fehlgeleitete Ideologie (I): Wie wissenschaftsfeindliche Populisten mit viel Gefühl Pseudo-Umwelten herstellen

Wählen benachteiligte Gruppen in demokratischen Gesellschaften ihren eigenen Henker? Sind Menschen fehlgeleitet, wenn sie in vermeintlichen oder echten Krisenzeiten für Populisten stimmen? Anlass gibt es genug, sich mit diesen Fragen auseinanderzusetzen, auch wenn es in vielen Ländern längst nicht mehr um Wahlen geht, wie am eindrucksvollsten die Verheerungen des Populismus in den USA zeigen. Der Begriff der »fehlgeleiteten Ideologie« bietet sich als eine Möglichkeit an, Erklärungen für den Erfolg von Populisten zu bündeln. Quasi als Gegenteil der viel beschworenen Wissensgesellschaft basieren hohe Zustimmungswerte für Populisten auf der erfolgreichen Konstruktion von »Pseudo-Umwelten«. Das Erfolgsrezept ist ein Cocktail aus Wissenschaftsfeindlichkeit, Vermarktung von Gefühlen auf sozialen Medien und Streuung von populistischem Gegenwissen.WeiterlesenFehlgeleitete Ideologie (I): Wie wissenschaftsfeindliche Populisten mit viel Gefühl Pseudo-Umwelten herstellen

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Neopolis Publikationen

Iran: Der mächtigste Feind des Mullah-Regimes sind nicht die USA

Dieser Text wurde im Open Source Format der »Berliner Zeitung« veröffentlicht und folgt einem vorher (26.02.2026) auf Englisch in »The Amargi« veröffentlichten Beitrag. Während die ganze Welt kurz vor den Luftangriffen der USA und Israels auf Iran über die Resilienz des dortigen Regimes spekulierte, erörterte ich die Frage, warum der besorgniserregende Grundwasserbankrott zwischen Zagros und Chorasan gar nicht in die Diskussionen einbezogen wird. Dabei ist die Grundwasserfrage eine der fundamentalsten Fragen für jedes politische Gemeinwesen, besonders in ariden Gebieten. Deswegen handelt es sich hierbei um einen »blinden Fleck« in der Resilienzdebatte, wie ich argumentiere. Ist das islamistische Regime im Iran reif für den Sturz? Ja, glauben die Frauen und Männer in der iranischen Diaspora. Trotz der unaussprechlichen Gräueltaten, die die Revolutionsgarde im Januar begangen hat, halten sie an dieser Hoffnung fest. WeiterlesenIran: Der mächtigste Feind des Mullah-Regimes sind nicht die USA

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Neopolis Publikationen

Freshwater Bankruptcy as the Blind Spot in Iran Forecasts

This text was originally published by The Amargi on 26 February 2026. In the text, I argue that freshwater bankruptcy is a missing variable in manifold forecasts about the Islamic Republic’s stability. Geopolitics and repression matter, but so do aquifers, seasons, and decades of water mismanagement that have turned potable water into a strategic limit on daily life. Is the Islamist regime of Iran ripe for fall? Many voices in the Iranian diaspora firmly stand to this prospect, despite the unspeakable atrocities committed by the IRGC in January. As a German-Iranian activist recently put it (shared in a video on Instagram), the regime “will not live to see next year”, pointing to the Iranian New Year (Nowruz) on March 20-21. Spring is an important reminder that the regime’s fate has more to do with weather and seasons than widespread (geo-)political forecasts may suggest. The impact of climate change on current developments is treated largely as a blind spot, yet climate distress and Iran’s water bankruptcy are the primary reasons why the Iranian regime is, in effect, unsustainable.WeiterlesenFreshwater Bankruptcy as the Blind Spot in Iran Forecasts

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Neopolis

Normale Wissenschaft und das iranische Geleit: Hier ist gar nichts mehr »normal«

Normale Wissenschaft (normal science) ist ein analytischer Begriff, den Thomas S. Kuhn schon Anfang der 1960er Jahre geprägt hat, und zwar in der Prägung des größeren Überbegriffs Paradigma. Paradigmen (Paradigmata) beschreiben eine grundsätzliche Übereinkunft dessen, was sag- und denkbar ist, nachdem es sich in einem erprobten Rahmen bewährt hatte: Nicht umsonst sprechen wir von (Wissenschafts-)Disziplinen.…WeiterlesenNormale Wissenschaft und das iranische Geleit: Hier ist gar nichts mehr »normal«

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Buchtipp Neostory

Wolfgang Behringer: Kulturgeschichte des Klimas

Neopopulisten sind nicht in der Lage, Politik für die Zukunft zu gestalten: Das zeigt das US-Regime mit Donald Trumps absurder Haltung zum Klimawandel einmal mehr. Völlig neu ist diese Erkenntnis nicht: Klima und Klimawandel haben eine lange Geschichte, der Umgang von Obrigkeiten und öffentlicher Meinung war auch in der Frühen Neuzeit oft höchst irrational. Darum geht es in Wolfgang Behringers Buch »Kulturgeschichte des Klimas: Von der Eiszeit bis zur globalen Erwärmung«, das sich als gute und kompakte Einführung in die Thematik und zum besseren Verständnis des Zusammenhangs von naturräumlichem und sozialem Klimawandel im Anthropozän eignet.WeiterlesenWolfgang Behringer: Kulturgeschichte des Klimas

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Begriffe Neovox

Demagogie

Kennen Sie das auch? Alle sprechen bei populistischen Autokratisierern von »Charisma« — und Sie können beim Gedanken an Trump, Orbán, Erdoğan, Netanyahu und wie sie alle heißen gar nichts damit anfangen? Wieso kann man diesen Leuten eigentlich überhaupt zuhören? Das Unverständnis könnte daran liegen, nicht empfänglich für demagogische Rede zu sein. Trotzdem sollten wir wissen, was die Kennzeichen von Demagogie sind, denn sie ist gefährlich. Sie kann Gesellschaften schwer schädigen und ihre Institutionen zerstören. Populisten kommen nämlich über Demagogie an die Macht. Und sie kommen, um zu bleiben – denn wenn sie gehen, müssen sie meistens ins Gefängnis. Wer ihre Machtergreifung verhindern will, muss also rechtzeitig handeln und bei Demagogie ansetzen. Dieser Beitrag fasst die Hauptmerkmale von Demagogie zusammen und zeigt zwei kurze Ausschnitte aus einem jugoslawisch-serbischen und einem türkischen Beispiel. WeiterlesenDemagogie

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Buchtipp Neomotion

Daniel Schreiber: Liebe! Ein Aufruf

Demagogen und Neopopulisten setzen auf Emotionen, Affekte, religiöse und spirituelle Bedürfnisse. Diese manipulieren und instrumentalisieren sie, um sich in Zeiten großer Verunsicherung Zustimmung zu sichern. Das scheint ihnen ganz gut zu gelingen. Doch wie sieht es mit Lösungen und Alternativen aus? Wer hat im demokratischen Lager Vorschläge, über die wir sprechen sollten, wenn uns auch in Zukunft an Freiheit in Verschiedenheit gelegen ist? In diesem Buchtipp geht es deshalb heute um Daniel Schreibers neuestes Buch „Liebe! Ein Aufruf.“WeiterlesenDaniel Schreiber: Liebe! Ein Aufruf

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Begriffe Neomotion

Cynthia Fleury: „Der Faschismus bietet sich zunächst als Erleichterung an“

Es gab immer antifaschistische Bewegungen, Gruppen, Stimmen und Grundhaltungen, doch seit einiger Zeit ist sehr viel häufiger von Faschismus die Rede als vor der fortgeschrittenen Oligarchisierung in den USA und dem weltweiten Progress der Autokratisierung. Es schwingt eine neue Ernsthaftigkeit mit, mit der sich zahlreiche Stimmen zu Wort melden, die uns helfen können, zu verstehen, was da gerade mit demokratischen Gesellschaften geschieht. Eine dieser Stimmen kommt von Cynthia Fleury, einer französischen Philosophin und Psychoanalytikerin, die sich besonders intensiv mit dem Phänomen des Ressentiments beschäftigt hat. In einem Fernsehauftritt spricht sie einen wichtigen sozialpsychologischen Aspekt an, der bei der Verbreitung und Annahme faschistischer Positionen eine bedeutsame Rolle spielt: Der Faschismus „bietet sich als Erleichterung an“, so Fleury — jedoch nicht ohne doppeltes Spiel. WeiterlesenCynthia Fleury: „Der Faschismus bietet sich zunächst als Erleichterung an“

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Neopolis

How Rojava Underscores the Need for a New Security Paradigm in Europe

The following text was originally published by The Amargi on 25 January 2026. I am grateful to the Amargi team for proofreading, copy-editing and the smooth cooperation. In my contribution, I approach a topic central to my research project on neopopulism in the anthropocene: We badly need a new concept of security, one that is both human-centred and embracing non-human life—or what I call »inter-specific security«. WeiterlesenHow Rojava Underscores the Need for a New Security Paradigm in Europe

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Neopolis

Vom Holocaust zu den Aporien der Außenpolitik: Warum Arendts »Recht, Rechte zu haben« heute Einspruch verlangt

Heute ist der 27. Januar, der Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz durch die Rote Armee. Zum Glück, so muss man angesichts der Absonderlichkeiten unserer Gegenwart hinzufügen, ist heute mit einer Kaskade von Wortmeldungen und Erinnerungsappellen an die Terrorherrschaft der Nazis und den ersten industriell verübten Völkermord der Geschichte zu rechnen. Ich vertraue darauf, dass…WeiterlesenVom Holocaust zu den Aporien der Außenpolitik: Warum Arendts »Recht, Rechte zu haben« heute Einspruch verlangt