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Die zwei Leben des Anthropozäns (1)

Das Kofferwort Anthropozän taucht immer wieder auf, wenn es um den besorgniserregenden Zustand des Planeten Erde als Ergebnis menschlichen Handelns geht: Klimawandel, Wasserbankrott, Artensterben, eine Kaskade von Umweltkatastrophen, aktuelle und drohende Klimakriege. Die Meinungen über den Begriff sind indes geteilt. Wie der Historiker Dipesh Chakrabarty resümiert, hat der Begriff Anthropozän „zwei Leben“: eines in den Erdsystemwissenschaften, ein anderes in den Sozialwissenschaften. Im ersten Teil dieser Diskursübersicht geht es um die Geowissenschaften, wo der Begriff zuletzt 2024 keinen Konsens fand – ohne die Argumente an sich zu diskreditieren. WeiterlesenDie zwei Leben des Anthropozäns (1)

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Iran: Der mächtigste Feind des Mullah-Regimes sind nicht die USA

Dieser Text wurde im Open Source Format der »Berliner Zeitung« veröffentlicht und folgt einem vorher (26.02.2026) auf Englisch in »The Amargi« veröffentlichten Beitrag. Während die ganze Welt kurz vor den Luftangriffen der USA und Israels auf Iran über die Resilienz des dortigen Regimes spekulierte, erörterte ich die Frage, warum der besorgniserregende Grundwasserbankrott zwischen Zagros und Chorasan gar nicht in die Diskussionen einbezogen wird. Dabei ist die Grundwasserfrage eine der fundamentalsten Fragen für jedes politische Gemeinwesen, besonders in ariden Gebieten. Deswegen handelt es sich hierbei um einen »blinden Fleck« in der Resilienzdebatte, wie ich argumentiere. Ist das islamistische Regime im Iran reif für den Sturz? Ja, glauben die Frauen und Männer in der iranischen Diaspora. Trotz der unaussprechlichen Gräueltaten, die die Revolutionsgarde im Januar begangen hat, halten sie an dieser Hoffnung fest. WeiterlesenIran: Der mächtigste Feind des Mullah-Regimes sind nicht die USA