Architekturkritik vor dem Bullshit
Lange bevor der Begriff Bullshit-Architektur aufgetaucht ist, gab es vehemente Kritik an städtebaulichen Maßnahmen, die sich vor allem auf die negativen Auswirkungen moderner Architektur auf die Menschen konzentrierten. In einem westdeutschen und Berliner Zusammenhang hat Alexander Mitscherlich bereits in den 1960er Jahren die »Unwirtlichkeit unserer Städte« kritisiert, als der Bau von Großsiedlungen ein bestimmendes Thema waren. Dabei muss man natürlich bedenken, dass Berlin zu Mitscherlichs Zeit eine geteilte Stadt war, die baulich unterschiedliche Wege ging – auch wenn es bemerkenswerte Gemeinsamkeiten gab.1 Manche seiner Einwände klingen auch heute noch erstaunlich aktuell:
„Es ist klar, dass Städte von Menschen bewohnt werde. Trotzdem läßt sich beim besten Willen nicht behaupten, dass diese Binsenweisheit, man müsse Städte so bauen, dass sie von Menschen bewohnbar werden, sich zum Beispiel den Unternehmern offenbart hätte, die von ihren sozialen Wohnungsbaugesellschaften recht ordentlich leben.“2
Alexander Mitscherlich: Die Unwirtlichkeit unserer Städte: Anstiftung zum Unfrieden. Einmalige Sonderausg, Frankfurt am Main: Suhrkamp 1996 (= Edition Suhrkamp 3311), S. 28
Mitscherlichs Kritik war für seine Zeit ebenso progressiv wie die Haltungen seiner Frau Margarete Mitscherlich, einer bekannten deutschen Feministin, mit der zusammen er bahnbrechende Arbeiten auf dem Feld der Sozialpsychologie geleistet hat. Die Zerstörung von Sozialraum, das Primat des Automobils über dem Menschen, psychische Vereinsamung und Profitgier anstatt Gemeinwohl sind Beobachtungen und Vorhersagen Mitscherlichs, die bis heute Resonanz finden und sowohl die Umweltbewegung als auch die Soziale Arbeit beeinflusst haben. Die einschneidenden, städtebaulichen Veränderungen zu Mitscherlichs Zeiten müssen freilich im Kontext der großflächigen Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs gesehen werden. Vielen der im Zweiten Weltkrieg stark zerstörten Städte Deutschlands ist anzusehen, dass es beim Wiederaufbau vor allem schnell gehen musste.
Gleichwohl war nicht alles, was damals städtebaulich trendete, alternativlos aus der Not geboren. Ebenso spielten Überzeugungen und Modernisierungsmuster eine Rolle, die man aus heutiger Sicht als fehlgeleitete Ideologie bezeichnen kann, etwa der kritiklose Glaube an ewiges Wachstum und die Beständigkeit fossiler Energie. Die bis in die 1970-er Jahre anhaltenden Konzepte von Großsiedlungen, Stadtautobahnen und Mitscherlichs Begriff der Unwirtlichkeit hat der Autor Andreas Jüttemann in seinem Buch Berlin (West) – eine unwirtliche Stadt? Jahrzehnte später (2021) wieder aufgegriffen, um die Folgen des Ideals der autogerechten Stadt zu diskutieren, dem vieles der Westberliner Bausubstanz geopfert worden war, was teilweise heute noch nachwirkt.3 Auch Harald Welzer hat in seinem jüngsten Buch Haus der Gefühle ausführlich diskutiert, wie stark sich bauliche Strukturen und Abrisse sozialpsychologisch auswirken.4
Berlin wäre nicht Berlin, wenn es sich nicht um eine Stadt mit einer west- und ostdeutschen (Bau-)Geschichte handeln würde. Obwohl weder realsozialistische Repräsentativbauten noch der ostdeutsche Wohnungsbau in Platten- oder Tafelbauweise zu den Bullshit-Buildings gerechnet werden können, muss der Umgang mit der Bausubstanz aus der DDR ebenso in die Betrachtung einbezogen werden. Der Berliner Soziologe Steffen Mau, der in der Großsiedlung Lütten Klein in Rostock aufgewachsen ist, hat in seinen Büchern ausführlich über das Leben in Neubauten der DDR geschrieben. Nicht unähnlich zu den frühen Jahren Westberliner Großsiedlungen – wo sich entgegen der Pläne durch soziale Mobilität schnell soziale Brennpunkte entwickelten – galten Neubauten dort bis zur Wende nicht als „wertlos“, problematisch oder Wohnort von Benachteiligten, Arbeitslosen, Transferleistungsempfängern oder Underdogs. Der Begriff „Plattenbau“ werde noch heute eher als abwertender, westdeutscher Begriff verstanden, nachdem die „Platte“ nach der Wende in den öffentlichen Meinungen schnell skandalisiert und abgewertet wurde.5
Besonders im Zusammenhang mit Bullshit-Abrissen ist der Diskurs sehr stark vom Umgang mit DDR-Bausubstanz geprägt, was durch demagogische Populisten direkt oder indirekt bewirtschaftet werden kann. Dieses für Berlin, Ostdeutschland und das gesamte deutsche Gefüge sehr wichtige Thema wird im dritten Teil noch ausführlicher diskutiert.
An dieser Stelle kann die Zwischenbilanz gezogen werden, dass zwar wichtige Wissensbestände aus der Stadtsoziologie und Kritik an Wohnungsbau und Bau allgemein aus den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg bestehen, die auch für eine Kritik an sogenannten Bullshit-Buildings wichtig sind. Dennoch ist der Begriff an sich viel jünger, nicht fest etabliert oder allgemein anerkannt. Er fußt viel stärker in der Auseinandersetzung mit den brennenden Themen des Anthropozäns, als etwa Mitscherlichs Kritik der autogerechten Stadt oder andere sozialpsychologische Auseinandersetzungen. So vehement die Kritik an der Zementbauweise vor den Bullshit-Buidlings auch ausfallen mag – und so zweifellos die Emissionsbilanz der Zeit der „großen Beschleunigung“ ab 1945 zu beträchtlichen Teilen aus der Zementbauweise resultiert: Die Gebäude wurden weder in der älteren Kritik noch unter Verwendung des Begriffs der Bullshit-Architektur grundsätzlich als sinnlos (ergo: Bullshit) erachtet. Die radikale Kritik des Bullshit-Begriffs versteht die Objekte ihrer Betrachtung als neue, spekulative, sinnlose Perversionen von Architektur. Deswegen verdient die Begriffsgeschichte Raum, bevor vier ausgewählte Berliner Standorte — vermeintlicher oder echter — Bullshit-Buildings und Bullshit-Abrisse präsentiert werden.
Der Begriff Bullshit-Buildings
Der Begriff Bullshit Buildings referiert zunächst auf den Begriff der Bullshit-Jobs, den der US-amerikanische Anthropologe David Graeber geprägt hat. Graeber hatte 2013 in einem Beitrag für das Magazin „Strike!“ erstmals über Bullshit-Jobs geschrieben und diese Gedanken 2018 in einem Buch genauer vertieft. Graeber versteht Bullshit-Jobs so:
„In einem echten Bullshit-Job ist häufig nicht klar, was jemand eigentlich tun soll, was er über seine Tätigkeit sagen kann und was nicht, wen man fragen kann und was, wie viel und innerhalb welcher Parameter erwartet wird, dass man so tut, als ob man arbeitet, und welche Dinge stattdessen zulässig sind und welche nicht. Das ist eine elende Situation. Auf Gesundheit und Selbstwertgefühl hat sie häufig verheerende Auswirkungen. Kreativität und Fantasie bröckeln.“6
David Graeber: Bullshit Jobs: Vom wahren Sinn der Arbeit. Übers. von Sebastian Vogel. Stuttgart: Klett-Cotta 2018, S. 218 zitiert nach: Kasparek, David: Bullshit-Architektur, in: Marlowes vom 4. Mai 2026. https://www.marlowes.de/bullshit-architektur/ (Stand: 14.08.2026).
Bullshit-Jobs, wie sie Graeber versteht, sind keine „Scheiß-Jobs“ oder „Drecksarbeit“, sondern Tätigkeiten, die den Ausübenden selbst unter dem Strich sinnlos erscheinen, weil sie nach genauerer Auseinandersetzung mit der Sinnhaftigkeit ihrer Tätigkeit zum Schluss gelangen, dass sowohl die Tätigkeit selbst als auch die eigene Rolle irrelevant sind. David Kasparek nimmt auf Graeber Bezug und führt in seinem Essay über Bullshit-Architektur dazu weiter aus:
„Es geht ihm also nicht um all jene schlecht bezahlten – und häufig schlecht behandelten – Werktätigen, die nachts oder früh morgens unseren Müll entsorgen, unsere Straßen kehren oder unsere Arbeitsstätten reinigen, sondern um jene, die beispielsweise Listen mit Daten füllen, deren Erhebung keinerlei wirkliche Relevanz hat, die in Aktenordnern abgeheftet und in irgendwelchen Regalen auf Nimmerwiedersehen verschwinden, denen aber dennoch häufig eine gewisse Aura gesellschaftlicher Akzeptanz und Anerkennung anhaftet. Arbeiten, die in den kapitalistischen Gesellschaften des globalen Nordens Heerscharen von Menschen beschäftigen, die in diesen Gesellschaften aber de facto keinen wahren Wert erzeugen oder, schlimmer noch, echten Schaden anrichten. Den Gegensatz zu diesen Tätigkeiten sieht Graeber vor allem in unterschiedlichen Arten der Care-Arbeit, die in den allermeisten Fällen – wenn überhaupt – schlecht bezahlt ist, obwohl sie einen wirklichen gesellschaftlichen Mehrwert erzeugt.“7
David Kasparek: „Bullshit-Architektur“. In: Marlowes vom 04.05.2026. https://www.marlowes.de/bullshit-architektur/ (Stand: 14.08.2026).
Das Prinzip der Bullshit-Jobs findet sich nach Ansicht Kaspareks auch in der zeitgenössischen Architektur wieder, nämlich „in all jenen „Bullshit-Architekturen“, die der Gesellschaft keinen Mehrwert bieten, ja schlimmer noch: ihr mitunter gar Schaden zufügen“.8 Es handle sich dabei insbesondere um Projekte, „die ihren Sinn und Zweck schon erfüllt haben, ehe das erste Fundament auch nur gegossen ist.“9 Die Spekulation mit Land und die Investition in Architektur als Renditeobjekt habe laut Kasparek zu jenen Bauten geführt, „die wir landauf und landab bestaunen können und deren Zweck nicht primär die Schaffung von Wohnraum ist, sondern das Abschöpfen kurzfristiger Gewinne.“10
Bullshit-Buildings zeichnen sich dadurch aus, dass sie einem „Basisdreisatz“ der Architekturtheorie nicht genüge tun, der schon in der Antike durch den römischen Architekten und Ingenieur Marcus Pollio Vitruvius in seinen Zehn Büchern über die Baukunst (De architectura libri decem) formuliert wurde: Hochwertige Bauwerke müssen demnach die Prinzipien der Festigkeit (Firmitas), Zweckmäßigkeit (Utilitas) und Schönheit (Venustas) beherzigen.11 Den Machern von Bullshit-Buildings gehe es in erster Linie darum, Marktmechanismen zu befriedigen. Diese „Projekte“ haben ihren Zweck schon erfüllt, „wenn ein Entwickler die Planung gewinnbringend an den nächsten verkauft hat (…)“.12
Ein zugrundeliegendes Problem der Bullshit-Architektur, das sich nicht nur architektonisch auf die Gebäude auswirkt, sondern vor allem auf die Mietpreisentwicklung, ist die Spekulation mit immer teurerem Bauland. Kasparek verweist auf ein Buch von Hans-Jochen Vogel, dem ehemaligen Oberbürgermeister der von horrenden Mietpreisen schwer gebeutelten Stadt München und ehemaligem Bundesminister für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau, wo Vogel einen dramatischen Anstieg des Baulandkostenanteils bei allen Bauprojekten über die letzten Jahrzehnte nachweist. So habe der Baulandkostenanteil in München im Jahr 1950 nur bei 1,42 Prozent gelegen und sei auf 79,15 Prozent im Jahr 2018 gestiegen. Das bedeute, dass sich die Baulandkosten zum entscheidenden Faktor bei der Berechnung der Mietpreise entwickelt haben.13
Entsprechend sehen die Gebäude aber auch aus. Für die Gestaltung von Form bleibe laut Kasparek nur noch ein Minimum des Budgets übrig – „auch und vor allem, weil das Ziel der Planung nie Architektur war.“14 In Berliner Feuilletons werden graue Fassaden, sogenannte Schießschartenfenster und „Depressions-Optik“ moniert, insbesondere bei hochpreisigen Townhouses, die zwar auf den ersten Blick Bezüge zur Gründerzeit herstellen, durch ihre Dimensionen im Inneren hinter diesen aber qualitativ zurückbleiben.15

Nicht alle Bullshit Buildings entstehen von Grund auf neu, sondern ersetzen ältere Bausubstanz. Unter Bullshit-Abrissen sind Abrisse von Gebäuden zu verstehen, die vermeidbar wären, aber unter Gesichtspunkten der (vermeintlichen) Rentabilität des Bausektors oder auch aus ästhetischen oder sogar ideologischen Gründen trotzdem vorgenommen werden. In anderen Worten: es handelt sich nicht nur um sinnlose, sondern auch noch um schädliche Abrisse, denn die Abrissmaterie wird in den seltensten Fällen recycelt; die neuen Bauprojekte erzeugen aufs Neue Emissionen. Die Architects for Future, die Zementstudie und andere Gruppen wie das BauNetz fordern deshalb kritische Hinterfragung sowie Abrissmoratorien.16 Diese Forderung wurde auch auf der Veranstaltung zur Präsentation der Zementstudie am 18. Mai in der Rosa-Luxemburg-Stiftung aus dem Publikum geäußert.
Zusammenfassend lässt sich eine Brücke zu einem anderen Begriff herstellen, der sich nicht ausschließlich auf Bauprojekte bezieht, sondern vor allem für extraktivistische Projekte im Bergbau verwendet wird: Korrosives Kapital. Darin steckt die Metapher der Korrosion, womit allmählicher, materieller Zerfall unterschiedlicher Materialien bezeichnet wird. Ein Beispiel von Korrosion ist Rost, der ein aus Metall bestehendes Konstrukt zersetzen kann. Überträgt man diese Metaphorik auf Direktinvestitionen auch im Bausektor, dann bedeutet das, dass korrosives Kapital ein Gefüge von innen zerstört: intrinsisch, substanziell, irreversibel – wie Rost.17 Diese Metaphorik problematisiert nicht so sehr das Material, was natürlich auch korrosiv werden kann. Sie deutet eher auf die Schäden für eine Gesellschaft und ihr politisches Gefüge, die von intransparenten, selektiven Tendern, Beteiligungsverfahren und Zuschlägen verursacht werden.
Doch schauen wir uns in den folgenden Abschnitten einmal an, was Sozialraumbegehungen in Berlin an konkreten Beispielen von Bullshit-Buildings offenbaren können – und warum sie oft als sinnlos oder gar schädlich für das soziale und mehr-als-menschliche Gesamtgefüge der Stadt bezeichnet werden.
Bullshit in Berlin
Das struppige Antlitz Berlins hat den unterschiedlichsten Künstlern und Kommentatorinnen immer wieder Anlass zu teils vernichtenden, teils aber auch hassliebenden Urteilen geboten. Selten finden sich Positionen, die der Stadt unumschränkte Schönheit bescheinigen. Der Berliner Künstler Peter Fox etwa, der auch in der äußerst sehenswerten Dokumentationsreihe Capital B18 den städtebaulichen Prozess seiner Stadt seit der Wendezeit 1989 kommentiert, singt im Lied „Schwarz zu Blau“ über Berlin:
„Du bist nicht schön und das weißt du auch / Dein Panorama versaut / Siehst nicht mal schön von Weit’m aus / Doch die Sonne geht grade auf.“19
Peter Fox: Schwarz zu blau. Band Stadtaffe. In: Band Stadtaffe. O. O.: Downbeat Records 2008.
Fox singt hier über eine durchgemachte Berliner Nacht, nach der die Rauheit durch den Sonnenaufgang aufgeweicht wird, doch viel häufiger wird man in Berlin Zeuge von Sonnenuntergangsszenen. Ein inzwischen immer beliebterer Spot für Berliner und Touristen ist die Modersohnbrücke in Friedrichshain, wo sich bei günstiger Witterung allabendlich das urbane Panorama gen Westen öffnet. Unübersehbar, ja dominant wirkt seit einigen Jahren der Amazon Tower, dessen verspiegelte Fronten das Abendlicht reflektieren.

Amazon Tower und Mediaspree
Der Amazon Tower, der eigentlich EDGE East Side Tower heißt, wird oft als Inbegriff eines Bullshit Buildings bezeichnet, weil er zentralen Kriterien gemeinwohlorientierter Stadtentwicklung widerspricht, wie sie beispielsweise Jan Gehl in Städte für Menschen nennt.20 Denn während Gehl für eine menschengerechte, niedrigschwellige Stadtplanung auf Fußgängerhöhe mit belebten Erdgeschossen plädiert, erhebt sich das neue Gebäude mit 142 Metern Höhe über die vereinbarte Höhe von 100 Metern. Zwar wird in der Presse immer wieder hervorgehoben, dass es sich bei dem Bauwerk um eines der „nachhaltigsten“ Gebäude handelt: In den oberen Stockwerken sei beispielsweise CO2-reduzierter Beton verwendet worden. Andererseits dominiert das klobige Gebäude den Stadtraum, anstatt sich ihm zu öffnen. Als monolithischer Megabau wirkt es eher abweisend als einladend.

Bedrohlicher als der Amazon Tower selbst werden die Bauvorhaben wahrgenomen, die in seiner unmittelbaren Nähe entstehen sollen. Das RAW-Gelände, das als eines der wenigen Relikte des typischen Berliner Charmes irgendwo zwischen rau, unfertig, wieder angeeignet und kreativ gilt, droht, durch ein neues Investoren-Projekt zerstört zu werden. Seit mehr als zehn Jahren befindet sich das Areal bereits im Besitz eines Investors, der es – ausgedrückt in der üblichen, schnell irreführenden Sprache korrosiven Kapitals – „entwickeln“ will. Es sollen ein Hochhaus, Büroflächen, Wohnungen entstehen, die seit Jahrzehnten intensiv genutzte und geschätzte Fläche für Clubs, Cafés, Kulturangebote soll weichen. Dagegen hat sich die Initiative RAW Retten gebildet, die es nicht hinnehmen will, dass durch dieses Projekt nicht nur das Gelände selbst umgestaltet wird, sondern sich auch weiter negativ auf die Mieten auswirkt.21 Alle Berliner, die das Geleit von politischer Untätigkeit, spekulativem Profit und extremer Zunahme allgegenwärtiger Obdachlosigkeit ein paar Jahre beobachtet haben wissen, dass es nicht bei höheren Mieten bleibt: Was zunehmen wird, ist die Verelendung.

Während die Pläne für das RAW-Gelände jünger sind, gehört der Amazon Tower zu einem viel größeren Projekt. Das gesamte Ensemble von Bürotürmen und Gebäuden, die als Teile des Groß-Investorenprojekts Mediaspree entstanden und mittlerweile Silhouetten bildend für Berlin sind, werden immer wieder als Bullshit-Buildings bezeichnet. Gegen das Großprojekt hatte sich vor über 20 Jahren die Widerstandsinitiative Mediaspree versenken gebildet. Deren Befürchtungen und Vorhersagen hinsichtlich der Folgen des Investorenprojekts haben sich laut Stadtteilbüro Friedrichshain und Berliner Mieter Gemeinschaft e.V. bewahrheitet. Die Mietenexplosion in Berlin kann nur für eine absolute Minderheit der Bevölkerung als etwas „positives“ bewertet werden. Für den Großteil der Berliner Wohnbevölkerung, sofern sie überhaupt noch eine Wohnung findet, stellt sich die Entwicklung als Katastrophe dar. Mit Verweis auf den sehr aufschlussreichen Beitrag von Nicolas Šustr für die Berliner Mieter Gemeinschaft e.V. fasse ich mich hier sehr kurz und komme zum nächsten Hot-Spot von Bullshit-Buildings in Berlin.22

Europacity Mitte
Besonders vernichtend fällt die Kritik der sogenannten Europacity nördlich des neuen Berliner Hauptbahnhofs aus, so zum Beispiel durch den Architekten Stefan Forster. Er urteilt, mit der monotonen, phantasielosen Architektur sei „inmitten einer europäischen Großstadt ein Vorzeige-Unort enstanden“.23 Die Europacity Berlin unterscheide sich prinzipiell nicht von ihren Pendants in Frankfurt und Stuttgart oder der Münchner Messestadt Riem. Deshalb wertet Forster das nördlich des Hauptbahnhof liegende Quartier auch als weiteren Ausdruck der „Verwestdeutschung“ Berlins. Der Diskurs über Stadtplanung und Architektur habe sich in der Hauptstadt zudem entpolitisiert, bzw. drehten sich politische Diskussionen nur noch um mikropolitische Themen wie „Urban Gardening“ und die Aneignung öffentlicher Räume. Besonders störe ihn die „subkulturelle Wiederentdeckung des Plattenbaus“, worunter wohl auch ein nostalgischer Trend zu verstehen ist, auf den ich noch zurückkomme.24

Mehrere Sozialraumbegehungen der Europacity mit dem Fahrrad und zu Fuß können zumindest hinsichtlich der Heidestraße zu keinem anderen Urteil kommen als Forster, dass nämlich in der Europacity nichts entstanden ist, „was einer lebendigen Stadt auch nur nahe kommt“: hier sind nichts als homogene Blocks entstanden.25 Etwas belebter und sympathischer wirkt der immer noch sehr sterile Otto-Weidt-Platz mit dem Golda-Meir-Steg, wo an einem warmen August-Abend 2026 Menschen an den Stufen zum Berlin-Spandauer-Schifffahrtskanal sitzen. Hier gibt es sogar einen Späti. Die Stimmung ist hier trotzdem nicht vergleichbar mit den über Jahrzehnte gewachsenen Bestandsvierteln wie Kreuzberg, Neukölln oder Friedrichshain.
Estrel Tower in Neukölln
Am Estrel Tower scheiden sich unter meinen Gesprächspartnern in Berlin die Geister ebenso wie im Presse-Echo.26 Die einen finden, Berlin brauche einfach einen Wolkenkratzer. Diesen Zweck erfüllt der Estrel Tower nach der Definition von Skyscraper / Wolkenkratzer von 150 Meter Mindesthöhe tatsächlich als erstes Gebäude der Stadt, wenn man vom Fernsehturm absieht, der trotz seiner Höhe nicht in diese Kategorie passt: Das Gebäude erreicht eine Höhe von 176 Metern. Die nächsten halten dem Gebäude zugute, „nicht zu stören“ und einen Blickfang darzustellen – während wieder andere, denen ich mich anschließe, zum Befund kommen, dass die Außenschienen um die Fassade dem Gebäude einen billigen Touch verleihen.
Das sogenannte Mixed-Use Konzept, das riesige Gebäude als Veranstaltungs- und Tagungsort mit Hotel nutzen zu wollen, scheint auf den ersten Blick durchdacht zu sein und einer Erfolgsgeschichte zu folgen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt kann noch keine bewertende Aussage über das Gesamtkonzept getroffen werden, weil der Estrel Tower noch nicht eröffnet ist. Es kann gut sein, dass der Estrel Tower als Hotelturm für eine Metropole wie Berlin, die stark frequentiert wird von Messe- und Konferenzbesuchern, einen Bedarf deckt. Auch die Lage mit direkter S-Bahnanbindung und Autobahnzufahrt am südöstlichen Rand der Innenstadt in Flughafennähe mag ein solches Gebäude an dieser Stelle rechtfertigen.
Mir ist jedoch Ende Juli 2026 aufgefallen, dass das Gebäude direkt neben dem Estrel Tower in riesigen Lettern nach Mietern suchte. Ob für das Nebengebäude oder den Tower selbst, ging nicht daraus hervor. Auch in der Presse (Tagesspiegel vom 21.07.2026) wurde darüber berichtet, dass kurz vor der geplanten Eröffnung offensichtlich noch Mieter gesucht würden; sollte das zutreffend sein, entspräche es einem ganz klassischen Vorwurf an Bullshit-Buildings: Sie werden nicht gebraucht. Bemerkenswert ist außerdem, dass das Gebäude in unmittelbarer Nachbarschaft zur Weißen Siedlung entsteht – einer Berliner Großsiedlung, die nicht nur dafür bekannt ist, die höchste Dichte an Transferleistungsbeziehern aufzuweisen: Die in Besitz der Adler Group befindliche Großsiedlung ist seit Jahren fahrlässiger Verwahrlosung ausgesetzt. Neben politischer Untätigkeit wird dies auf mangelnde Instandhaltung durch die Eigentümer zurückgeführt, wie alle befragten Einwohner im Zuge einer Sozialraumanalyse betont haben.27

Sozialraumbegehungen zeigen, dass der Kontrast zwischen dieser Luxusimmobilie dem Sinn einer lebenswerten Stadt für Menschen, in der es auf das Gesamtensemble ankommt, eklatant widerspricht. Welche Folgen erwartet sich eine voraus schauende Stadtplanung von einer riesigen Luxusimmobilie, die inmitten eines mehrfachen sogenannten sozialen Brennpunkts steht, wenn man neben den Großsiedlungen Weiße Siedlung und High-Deck-Siedlung im Süden noch den nördlichen Abschnitt der Sonnenallee einbezieht? Wie werden Investment und Nicht-Investieren miteinander interagieren? Zum anderen präsentiert sich die Gewerbe- und Industrielandschaft nach Südwesten tatsächlich auf weite Strecken wie Stadtgebiet, das Entwicklung gebrauchen könnte und wo eine bedarfsgerechte Investition womöglich nicht sofort drohen würde, das soziale Gleichgewicht des Wohngebiets empfindlich zu stören.
Fußnoten
1 Das zeigt die Ausstellung OST WEST OST des Vereins STALINBAUTEN e.V. im Cafße Sibylle an der Berliner Karl-Marx-Allee. Dort wird thematisiert, dass das ostdeutsche „Nationale Aufbauprogramm“ 1952-1956 in West-Berlin direkte Resonanz erzeugt hat, und zwar in Gestalt des Projekts „Interbau 1957“, woraus das West-Berliner Hansaviertel resultierte, das oft auch als „Westplatte“ bezeichnet wird. Achim Bahr, Carsten Bauer: OST WEST OST. Entwürfe für die Stadt von morgen | Designs for the City of Tomorrow. 2024.
2 Alexander Mitscherlich: Die Unwirtlichkeit unserer Städte: Anstiftung zum Unfrieden. Einmalige Sonderausg, Frankfurt am Main: Suhrkamp 1996 (= Edition Suhrkamp 3311), S. 28.
3 Andreas Jüttemann: Berlin (West) – eine unwirtliche Stadt? Stadtautobahnen und Großsiedlungen in der Kritik (1954-1982). 1. Auflage, Berlin: vbb, Verlag für Berlin-Brandenburg 2021.
4 Harald Welzer: Das Haus der Gefühle: warum Zukunft Herkunft braucht. Frankfurt am Main: S. Fischer 2025.
5 Steffen Mau: Lütten Klein: Leben in der ostdeutschen Transformationsgesellschaft. Berlin: Suhrkamp 2020 (= suhrkamp taschenbuch 5092); Steffen Mau: Ungleich vereint: warum der Osten anders bleibt. Originalausgabe, Berlin: Suhrkamp 2024.
6 David Graeber: Bullshit Jobs: Vom wahren Sinn der Arbeit. Übers. von Sebastian Vogel. Stuttgart: Klett-Cotta 2018, S. 218 zitiert nach: Kasparek, David: Bullshit-Architektur, in: Marlowes vom 4. Mai 2026, https://www.marlowes.de/bullshit-architektur/ (Stand: 14.08.2026).
7 David Kasparek: „Bullshit-Architektur“. In: Marlowes vom 04.05.2026. https://www.marlowes.de/bullshit-architektur/ (Stand: 14.08.2026).
8 Ebd.
9 Ebd.
10 Ebd.
11 Ebd.; Curt Fensterbusch, Marcus Vitruvius Pollio (Hg.): Vitruv – Zehn Bücher über Architektur. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft 1991 (= Bibliothek klassischer Texte).
12 Kasparek: „Bullshit-Architektur“.
13 Ebd.; Hans-Jochen Vogel: Mehr Gerechtigkeit! Wir brauchen eine neue Bodenordnung – nur dann wird auch Wohnen wieder bezahlbar. 1. Auflage, München: Verlag Herder 2023.
14 Kasparek: „Bullshit-Architektur“.
15 Ulf Poschardt: „Häuser in Berlin: Wer hier wohnt, darf nicht über Plattenbau lachen – WELT“ (1. Dezember 2015). In: DIE WELT. https://www.welt.de/kultur/kunst-und-architektur/article149459471/Haeuser-in-Berlin-Wer-hier-wohnt-darf-nicht-ueber-Plattenbau-lachen.html (Stand: 18.08.2026); Lotte Buschenhagen: „Schluss mit den grauen Klötzen! Warum Berlins moderne Architektur so hässlich ist“. In: Der Tagesspiegel Online vom 26.08.2023. https://www.tagesspiegel.de/berlin/schluss-mit-den-grauen-klotzen-warum-berlins-moderne-architektur-so-hasslich-ist-10359511.html (Stand: 18.08.2026).
16 Architects for Future: „Forderung Nr. 2: Hinterfragt Abriss kritisch“. In: Architects for Future. https://www.architects4future.de/forderungen/02-hinterfragt-abriss-kritisch (Stand: 16.08.2026); BauNetz: „Phänomen Abriss und seine Folgen / Ausstellung in Berlin – Architektur und Architekten – News / Meldungen / Nachrichten | BauNetz.de“ (11. März 2025). In: BauNetz. https://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Ausstellung_in_Berlin_9860175.html (Stand: 13.08.2026); BauNetz: „Initiative für ein Abrissmoratorium / Offener Brief an Klara Geywitz gestartet“ (19. September 2022). In: BauNetz. https://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Offener_Brief_an_Klara_Geywitz_gestartet_8036016.html (Stand: 16.08.2026); Nils Urbanus u. a.: „Zementproduktion: Kosten, Schäden und Alternativen“. In: Studien 4 (2026). https://www.rosalux.de/publikation/id/54746/zementproduktion-kosten-schaeden-und-alternativen; Tom Ackers u. a.: „Concrete Destruction: Costs and Damages of the Concrete and Cement Industry and the Future of Construction“. In: Studies 5 (2026). https://www.rosalux.de/en/publication/id/54746/concrete-destruction.
17 Martin Hála: A New Invisible Hand: Authoritarian Corrosive Capital and the Repurposing of Democracy. Washington, D.C.: NED – National Endowment for Democracy | forum – International Forum for Democratic Studies 2020. https://www.cipe.org/resources/a-new-invisible-hand-authoritarian-corrosive-capital-and-the-repurposing-of-democracy/ (Stand: 24.08.2026); Tena Prelec u. a.: Empowering the Geopolitical EU in the Eastern Neighbourhood and the Western Balkans. O. O.: Zenodo 2025. DOI: https://doi.org/10.5281/ZENODO.17787804 (Stand: 24.08.2026); Marina Vulović: „Wirtschaftliche Beziehungen zwischen dem Westbalkan und Nicht-EU-Ländern“. In: Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP). https://www.swp-berlin.org/publikation/wirtschaftliche-beziehungen-zwischen-dem-westbalkan-und-nicht-eu-laendern (Stand: 24.08.2026); Biljana Jovanović, Kristijan Fidanovski, Branimir Jovanović: „Mining in the Western Balkans: Who Really Profits?“ (o. J.).
18 RBB: Sommer der Anarchie – Capital B – Kampf um Berlin 1989. 5 Bde., Bd. 1. (= Capital B – Wem gehört Berlin?). Link (Stand: 18.08.2026); RBB: Größenwahn – Capital B. 5 Bde., Bd. 2. (= Capital B – Wem gehört Berlin?). Link (Stand: 18.08.2026); RBB: Absturz – Capital B. 5 Bde., Bd. 3. (= Capital B – Wem gehört Berlin?). Link (Stand: 18.08.2026); RBB: Größenwahn – Capital B; RBB: Stadt als Beute – Capital B. 5 Bde., Bd. 5. (= Capital B – Wem gehört Berlin?). Link (Stand: 18.08.2026).
19 Peter Fox: Schwarz zu blau. Band Stadtaffe. In: Band Stadtaffe. O. O.: Downbeat Records 2008.
20 Jan Gehl: Städte für Menschen. Übers. von Annette Wiethüchter. 7. Auflage, Berlin: Jovis 2025.
21 RAW Retten: „Willkommen zur neuen RAW-Initiative RAW RETTEN!“ https://www.raw-retten.de/ (Stand: 26.08.2026); Yasser Speck: „Neue Bürgerinitiative wendet sich gegen Baupläne am RAW-Gelände“. In: rbb24.de vom 02.04.2026. https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2026/04/berlin-raw-gelaende-friedrichshain-initiative-protest-bebauung-plaene-investor.html (Stand: 26.08.2026).
22 Nicolas Šustr: „Im Schatten des Amazon-Towers“. In: Berliner Mieter Gemeinschaft e. V. https://bmgev.de/mieterecho/artikel/im-schatten-des-amazon-towers (Stand: 18.08.2026).
23 Stefan Forster: „Endstation Europacity: Zur Krise der Berliner Stadtentwicklung – Stefan Forster GmbH“ (14. April 2018). In: Stefan Forster GmbH. https://www.sfa.de/de/magazin/endstation-europacity-zur-krise-der-berliner-stadtentwicklung/ (Stand: 25.07.2026).
24 Ebd.
25 Ebd.
26 Yannic Walther: „Debatte um Berliner Hochhausleitbild: Wer hat den Größten?“ In: Die Tageszeitung: taz vom 27.11.2024. https://taz.de/Debatte-um-Berliner-Hochhausleitbild/!6048452/ (Stand: 12.08.2026); Tagesspiegel: Estrel-Tower: Berlins erster Wolkenkratzer | Baustellenbegehung, Aufzug. 2024. https://www.youtube.com/watch?v=4BiRdPRmCus (Stand: 12.08.2026).
27 Thomas Schad, Sarah Riese: Soziale und kulturelle Teilhabe von Kindern und Jugendlichen in der Weißen Siedlung. Berlin: Camino gGmbH / Bezirksamt Neukölln (Abt. Jugend/Jugendamt) 2024. https://www.berlin.de/ba-neukoelln/politik-und-verwaltung/aemter/jugendamt/sozialraumanalysen-1497206.php.
Referenzen
- Tom Ackers u. a.: „Concrete Destruction: Costs and Damages of the Concrete and Cement Industry and the Future of Construction“. In: Studies 5 (2026). https://www.rosalux.de/en/publication/id/54746/concrete-destruction.
- Architects for Future: „Forderung Nr. 2: Hinterfragt Abriss kritisch“. In: Architects for Future. https://www.architects4future.de/forderungen/02-hinterfragt-abriss-kritisch (Stand: 16.08.2026).
- Achim Bahr, Carsten Bauer: OST WEST OST. Entwürfe für die Stadt von morgen | Designs for the City of Tomorrow. 2024.
- BauNetz: „Initiative für ein Abrissmoratorium / Offener Brief an Klara Geywitz gestartet“ (19. September 2022). In: BauNetz. https://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Offener_Brief_an_Klara_Geywitz_gestartet_8036016.html (Stand: 16.08.2026).
- —: „Phänomen Abriss und seine Folgen / Ausstellung in Berlin – Architektur und Architekten – News / Meldungen / Nachrichten | BauNetz.de“ (11. März 2025). In: BauNetz. https://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Ausstellung_in_Berlin_9860175.html (Stand: 13.08.2026).
- Lotte Buschenhagen: „Schluss mit den grauen Klötzen! Warum Berlins moderne Architektur so hässlich ist“. In: Der Tagesspiegel Online vom 26.08.2023. https://www.tagesspiegel.de/berlin/schluss-mit-den-grauen-klotzen-warum-berlins-moderne-architektur-so-hasslich-ist-10359511.html (Stand: 18.08.2026).
- Curt Fensterbusch, Marcus Vitruvius Pollio (Hg.): Vitruv – Zehn Bücher über Architektur. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft 1991 (= Bibliothek klassischer Texte).
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- Jan Gehl: Städte für Menschen. Übers. von Annette Wiethüchter. 7. Auflage, Berlin: Jovis 2025.
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- —: Absturz – Capital B. 5 Bde., Bd. 3. (= Capital B – Wem gehört Berlin?). https://www.ardmediathek.de/video/capital-b-wem-gehoert-berlin/folge-1-sommer-der-anarchie/rbb/Y3JpZDovL3JiYl9kNDM3NGViZi1iODhkLTRjZGEtOTQ3My0yOGRlM2U5YjhhMTRfcHVibGljYXRpb24 (Stand: 18.08.2026).
- —: Stadt als Beute – Capital B. 5 Bde., Bd. 5. (= Capital B – Wem gehört Berlin?). https://www.ardmediathek.de/video/capital-b-wem-gehoert-berlin/folge-1-sommer-der-anarchie/rbb/Y3JpZDovL3JiYl9kNDM3NGViZi1iODhkLTRjZGEtOTQ3My0yOGRlM2U5YjhhMTRfcHVibGljYXRpb24 (Stand: 18.08.2026).
- Thomas Schad, Sarah Riese: Soziale und kulturelle Teilhabe von Kindern und Jugendlichen in der Weißen Siedlung. Berlin: Camino gGmbH / Bezirksamt Neukölln (Abt. Jugend/Jugendamt) 2024. https://www.berlin.de/ba-neukoelln/politik-und-verwaltung/aemter/jugendamt/sozialraumanalysen-1497206.php.
- Yasser Speck: „Neue Bürgerinitiative wendet sich gegen Baupläne am RAW-Gelände“. In: rbb24.de vom 02.04.2026. https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2026/04/berlin-raw-gelaende-friedrichshain-initiative-protest-bebauung-plaene-investor.html (Stand: 26.08.2026).
- Nicolas Šustr: „Im Schatten des Amazon-Towers“. In: Berliner Mieter Gemeinschaft e. V. https://bmgev.de/mieterecho/artikel/im-schatten-des-amazon-towers (Stand: 18.08.2026).
- Tagesspiegel: Estrel-Tower: Berlins erster Wolkenkratzer | Baustellenbegehung, Aufzug. 2024. https://www.youtube.com/watch?v=4BiRdPRmCus (Stand: 12.08.2026).
- Nils Urbanus u. a.: „Zementproduktion: Kosten, Schäden und Alternativen“. In: Studien 4 (2026). https://www.rosalux.de/publikation/id/54746/zementproduktion-kosten-schaeden-und-alternativen.
- Hans-Jochen Vogel: Mehr Gerechtigkeit! Wir brauchen eine neue Bodenordnung – nur dann wird auch Wohnen wieder bezahlbar. 1. Auflage, München: Verlag Herder 2023.
- Marina Vulović: „Wirtschaftliche Beziehungen zwischen dem Westbalkan und Nicht-EU-Ländern“. In: Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP). https://www.swp-berlin.org/publikation/wirtschaftliche-beziehungen-zwischen-dem-westbalkan-und-nicht-eu-laendern (Stand: 24.08.2026).
- Yannic Walther: „Debatte um Berliner Hochhausleitbild: Wer hat den Größten?“ In: Die Tageszeitung: taz vom 27.11.2024. https://taz.de/Debatte-um-Berliner-Hochhausleitbild/!6048452/ (Stand: 12.08.2026).
- Harald Welzer: Das Haus der Gefühle: warum Zukunft Herkunft braucht. Frankfurt am Main: S. Fischer 2025.













