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Essay Neopolis

Die zwei Leben des Anthropozäns (1)

Das Kofferwort Anthropozän taucht immer wieder auf, wenn es um den besorgniserregenden Zustand des Planeten Erde als Ergebnis menschlichen Handelns geht: Klimawandel, Wasserbankrott, Artensterben, eine Kaskade von Umweltkatastrophen, aktuelle und drohende Klimakriege. Die Meinungen über den Begriff sind indes geteilt. Wie der Historiker Dipesh Chakrabarty resümiert, hat der Begriff Anthropozän „zwei Leben“: eines in den Erdsystemwissenschaften, ein anderes in den Sozialwissenschaften. Im ersten Teil dieser Diskursübersicht geht es um die Geowissenschaften, wo der Begriff zuletzt 2024 keinen Konsens fand – ohne die Argumente an sich zu diskreditieren. WeiterlesenDie zwei Leben des Anthropozäns (1)

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Kommentar Neostory

Halabja 1988 und ein deutscher Hip Hop Song von 1997

Wo liegen Sinn und Potenziale – und wo Grenzen und Fallstricke von Popkultur und Social Media als Vehikel für Public History? Ähnliche Fragen habe ich mir am Beispiel des Srebrenica-Genozids und des Genres Film schon öfter gestellt. Heute, am Jahrestag des genozidalen Massakers von Halabja 1988, habe ich mich wieder an einen Hip-Hop-Song der Band Freundeskreis aus dem Jahr 1997 erinnert: »Leg dein Ohr auf die Schiene der Geschichte«. Ich hatte damals kaum Wissen über Kurdistan, hörte aber Freundeskreis rauf und runter. Die Band hat es geschafft, dass ich mich fragte, was deutsches Giftgas mit Halabja zu tun hatte.WeiterlesenHalabja 1988 und ein deutscher Hip Hop Song von 1997

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Essay Neopolis

Fehlgeleitete Ideologie (I): Wie wissenschaftsfeindliche Populisten mit viel Gefühl Pseudo-Umwelten herstellen

Wählen benachteiligte Gruppen in demokratischen Gesellschaften ihren eigenen Henker? Sind Menschen fehlgeleitet, wenn sie in vermeintlichen oder echten Krisenzeiten für Populisten stimmen? Anlass gibt es genug, sich mit diesen Fragen auseinanderzusetzen, auch wenn es in vielen Ländern längst nicht mehr um Wahlen geht, wie am eindrucksvollsten die Verheerungen des Populismus in den USA zeigen. Der Begriff der »fehlgeleiteten Ideologie« bietet sich als eine Möglichkeit an, Erklärungen für den Erfolg von Populisten zu bündeln. Quasi als Gegenteil der viel beschworenen Wissensgesellschaft basieren hohe Zustimmungswerte für Populisten auf der erfolgreichen Konstruktion von »Pseudo-Umwelten«. Das Erfolgsrezept ist ein Cocktail aus Wissenschaftsfeindlichkeit, Vermarktung von Gefühlen auf sozialen Medien und Streuung von populistischem Gegenwissen.WeiterlesenFehlgeleitete Ideologie (I): Wie wissenschaftsfeindliche Populisten mit viel Gefühl Pseudo-Umwelten herstellen

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Neopolis Publikationen

Iran: Der mächtigste Feind des Mullah-Regimes sind nicht die USA

Dieser Text wurde im Open Source Format der »Berliner Zeitung« veröffentlicht und folgt einem vorher (26.02.2026) auf Englisch in »The Amargi« veröffentlichten Beitrag. Während die ganze Welt kurz vor den Luftangriffen der USA und Israels auf Iran über die Resilienz des dortigen Regimes spekulierte, erörterte ich die Frage, warum der besorgniserregende Grundwasserbankrott zwischen Zagros und Chorasan gar nicht in die Diskussionen einbezogen wird. Dabei ist die Grundwasserfrage eine der fundamentalsten Fragen für jedes politische Gemeinwesen, besonders in ariden Gebieten. Deswegen handelt es sich hierbei um einen »blinden Fleck« in der Resilienzdebatte, wie ich argumentiere. Ist das islamistische Regime im Iran reif für den Sturz? Ja, glauben die Frauen und Männer in der iranischen Diaspora. Trotz der unaussprechlichen Gräueltaten, die die Revolutionsgarde im Januar begangen hat, halten sie an dieser Hoffnung fest. WeiterlesenIran: Der mächtigste Feind des Mullah-Regimes sind nicht die USA

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Neopolis Publikationen

Freshwater Bankruptcy as the Blind Spot in Iran Forecasts

This text was originally published by The Amargi on 26 February 2026. In the text, I argue that freshwater bankruptcy is a missing variable in manifold forecasts about the Islamic Republic’s stability. Geopolitics and repression matter, but so do aquifers, seasons, and decades of water mismanagement that have turned potable water into a strategic limit on daily life. Is the Islamist regime of Iran ripe for fall? Many voices in the Iranian diaspora firmly stand to this prospect, despite the unspeakable atrocities committed by the IRGC in January. As a German-Iranian activist recently put it (shared in a video on Instagram), the regime “will not live to see next year”, pointing to the Iranian New Year (Nowruz) on March 20-21. Spring is an important reminder that the regime’s fate has more to do with weather and seasons than widespread (geo-)political forecasts may suggest. The impact of climate change on current developments is treated largely as a blind spot, yet climate distress and Iran’s water bankruptcy are the primary reasons why the Iranian regime is, in effect, unsustainable.WeiterlesenFreshwater Bankruptcy as the Blind Spot in Iran Forecasts

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Neopolis

Normale Wissenschaft und das iranische Geleit: Hier ist gar nichts mehr »normal«

Normale Wissenschaft (normal science) ist ein analytischer Begriff, den Thomas S. Kuhn schon Anfang der 1960er Jahre geprägt hat, und zwar in der Prägung des größeren Überbegriffs Paradigma. Paradigmen (Paradigmata) beschreiben eine grundsätzliche Übereinkunft dessen, was sag- und denkbar ist, nachdem es sich in einem erprobten Rahmen bewährt hatte: Nicht umsonst sprechen wir von (Wissenschafts-)Disziplinen.…WeiterlesenNormale Wissenschaft und das iranische Geleit: Hier ist gar nichts mehr »normal«