Neopopulisten sind nicht in der Lage, Politik für die Zukunft zu gestalten: Das zeigt das US-Regime mit Donald Trumps absurder Haltung zum Klimawandel einmal mehr. Völlig neu ist diese Erkenntnis nicht: Klima und Klimawandel haben eine lange Geschichte, der Umgang von Obrigkeiten und öffentlicher Meinung war auch in der Frühen Neuzeit oft höchst irrational. Darum geht es in Wolfgang Behringers Buch »Kulturgeschichte des Klimas: Von der Eiszeit bis zur globalen Erwärmung«, das sich als gute und kompakte Einführung in die Thematik und zum besseren Verständnis des Zusammenhangs von naturräumlichem und sozialem Klimawandel im Anthropozän eignet.WeiterlesenWolfgang Behringer: Kulturgeschichte des Klimas
Monat: Februar 2026
Kennen Sie das auch? Alle sprechen bei populistischen Autokratisierern von »Charisma« — und Sie können beim Gedanken an Trump, Orbán, Erdoğan, Netanyahu und wie sie alle heißen gar nichts damit anfangen? Wieso kann man diesen Leuten eigentlich überhaupt zuhören? Das Unverständnis könnte daran liegen, nicht empfänglich für demagogische Rede zu sein. Trotzdem sollten wir wissen, was die Kennzeichen von Demagogie sind, denn sie ist gefährlich. Sie kann Gesellschaften schwer schädigen und ihre Institutionen zerstören. Populisten kommen nämlich über Demagogie an die Macht. Und sie kommen, um zu bleiben – denn wenn sie gehen, müssen sie meistens ins Gefängnis. Wer ihre Machtergreifung verhindern will, muss also rechtzeitig handeln und bei Demagogie ansetzen. Dieser Beitrag fasst die Hauptmerkmale von Demagogie zusammen und zeigt zwei kurze Ausschnitte aus einem jugoslawisch-serbischen und einem türkischen Beispiel. WeiterlesenDemagogie
Demagogen und Neopopulisten setzen auf Emotionen, Affekte, religiöse und spirituelle Bedürfnisse. Diese manipulieren und instrumentalisieren sie, um sich in Zeiten großer Verunsicherung Zustimmung zu sichern. Das scheint ihnen ganz gut zu gelingen. Doch wie sieht es mit Lösungen und Alternativen aus? Wer hat im demokratischen Lager Vorschläge, über die wir sprechen sollten, wenn uns auch in Zukunft an Freiheit in Verschiedenheit gelegen ist? In diesem Buchtipp geht es deshalb heute um Daniel Schreibers neuestes Buch „Liebe! Ein Aufruf.“WeiterlesenDaniel Schreiber: Liebe! Ein Aufruf
Es gab immer antifaschistische Bewegungen, Gruppen, Stimmen und Grundhaltungen, doch seit einiger Zeit ist sehr viel häufiger von Faschismus die Rede als vor der fortgeschrittenen Oligarchisierung in den USA und dem weltweiten Progress der Autokratisierung. Es schwingt eine neue Ernsthaftigkeit mit, mit der sich zahlreiche Stimmen zu Wort melden, die uns helfen können, zu verstehen, was da gerade mit demokratischen Gesellschaften geschieht. Eine dieser Stimmen kommt von Cynthia Fleury, einer französischen Philosophin und Psychoanalytikerin, die sich besonders intensiv mit dem Phänomen des Ressentiments beschäftigt hat. In einem Fernsehauftritt spricht sie einen wichtigen sozialpsychologischen Aspekt an, der bei der Verbreitung und Annahme faschistischer Positionen eine bedeutsame Rolle spielt: Der Faschismus „bietet sich als Erleichterung an“, so Fleury — jedoch nicht ohne doppeltes Spiel. WeiterlesenCynthia Fleury: „Der Faschismus bietet sich zunächst als Erleichterung an“



